Pablo Neruda, 1963
Pablo Neruda
Dichter, Diplomat, Nobelpreisträger (1904–1973)
Pablo Neruda, eigentlich Ricardo Eliezer Neftalí Reyes Basoalto, wurde am 12. Juli 1904 in Parral, Chile, geboren und starb am 23. September 1973 in Santiago de Chile. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts und als wichtigste literarische Stimme Lateinamerikas.
Bereits mit 13 Jahren veröffentlichte er erste Gedichte. Internationalen Ruhm erlangte er 1924 mit der Sammlung „Veinte poemas de amor y una canción desesperada“ (Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung), die bis heute zu den meistgelesenen Lyrikbänden in spanischer Sprache zählt.
Neben seiner literarischen Arbeit war Neruda auch diplomatisch und politisch aktiv: Er vertrat Chile als Konsul in mehreren Ländern und wurde später Senator der Kommunistischen Partei Chiles. Sein politisches Engagement floss stark in sein Werk ein, etwa in das monumentale Epos „Canto General“ (1950), das die Geschichte und die sozialen Kämpfe Lateinamerikas nachzeichnet.
Stationen seines Lebens
| 1904 | Geboren am 12. Juli in Parral, Chile |
| 1924 | Durchbruch mit „Veinte poemas de amor…“ |
| 1927–1935 | Konsul Chiles in mehreren Ländern Asiens und Europas |
| 1950 | Veröffentlichung von „Canto General“ |
| 1953 | Baubeginn seines Hauses „La Chascona“ in Santiago |
| 1971 | Nobelpreis für Literatur |
| 1973 | Gestorben am 23. September in Santiago de Chile, wenige Tage nach dem Militärputsch |
1971 wurde Pablo Neruda mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet – eine Anerkennung für sein Lebenswerk, das für eine Poesie gewürdigt wurde, die mit elementarer Kraft das Schicksal und die Träume eines ganzen Kontinents lebendig werden lässt.
Neruda starb nur wenige Tage nach dem Militärputsch von Augusto Pinochet gegen den mit ihm befreundeten Präsidenten Salvador Allende. Sein Haus „La Chascona“ in Santiago ist heute als Museum zugänglich und zieht Besucher aus aller Welt an.
Bildergalerie
Pablo Neruda, 1967 (Foto: Annemarie Heinrich)
La Chascona, Nerudas Haus in Santiago (Foto: Marcelo Ois Lagarde, CC BY-SA 3.0)
Bildquellen: Wikimedia Commons (gemeinfrei bzw. CC BY-SA 3.0)